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ATV-Hückeswagen
Triathlon

Geschichte des ATV-Triathlon


"Meister kann nur einer werden, aber möge es am Ende nicht Sieger und Besiegte

geben, sondern Gewinner und Gewonnene für Triathlon"

Willi Daume, NOK Präsident, im Grußwort zur Deutschen Meisterschaft Jugend/Junioren 1989

 

1982   1983   1984   1985   1986

 

1982

Ein Bierchen nach dem Training der ATV-Leichtathleten und sechs "Verrückte" hatten eine Idee, inspiriert durch einen Fernsehbericht, ausgebrütet. Gernot und Wolfhard Göhlich, Jürgen Dickentmann, Eckhard Schwertner, Ralf Eversberg und Thomas Wandelt waren der Überzeugung, dass ein Triathlon genau das Richtige für den ATV wäre, zumal die örtlichen Gegebenheiten nahezu ideal sind. Schwimmen im "Großen Teich" der Bever-Talsperre, Radfahren in der schönen aber auch anspruchsvollen Landschaft um Hückeswagen, Laufen im Läufer-Eldorado um die Wuppertalsperre. Der Triathlon in Hückeswagen war geboren.

In der Ausschreibung, mit Schreibmaschine geschrieben, von 1982 heißt es u.a.:

"Das Umziehen zwischen den einzelnen Disziplinen gehört zum Gesamtwettbewerb.... Es ist ratsam, dass jeder Teilnehmer einen persönlichen Helfer zur Verfügung hat." Für ein Startgeld von 7,- DM konnte man das Abenteuer Triathlon wagen.

Am 17. August, einem Dienstag, war es dann  soweit. An der Bever fiel um 17.00 Uhr der Startschuss für den 1. Hückeswagener Triathlon und 54 Mehrkämpfer stürzten sich in die Fluten. Geschwommen wurde von der DLRG-Station Hückeswagen zum Überlauf, wo schon die Helfer warteten. Nach einem Wechsel mit Abtrocknen und Schuhe schnüren ging es zum Radwechsel. Die Räder lagen auf dem Parkplatz, Radständer gab es noch nicht. Die Radstrecke führte vom Beverdamm über Schwenke, die B229, Rädereichen, die B483 zum Sportplatz Schnabelsmühle. Am Radziel wartete schon eine große Anzahl Zuschauer auf die Athleten. Jetzt brauchte man "nur" noch eine Runde um die Wuppervorsperre laufen. Da es die Holzbrücke noch nicht gab ging die Strecke über den Pixberg, bevor das Ziel auf dem Sportplatz erreicht wurde.

Die Siegerehrung fand damals im Saal des Hauses Hartmann, neben dem Sportplatz, statt.

Dem Wunsch vieler Teilnehmer "das machen wir nächstes Jahr wieder" wurde, wie bekannt, nicht nur 1983 entsprochen.

 

Ergebnisse 1982

1.  Hans-Rainer Spychala   1:18:05     1.  Ute Bagdaschwilli    1:34:15

2.  Andreas Knecht             1:18:22     2.  Simone Jockel          1:40:25

3.  Jochen Bockmühl          1:20:20     3.  Carmen Kroll            1:42:41

4.  Dirk Warmbier              1:21:12     4.  Inge Greffin              1:42:55

5.  Hartmut Göhlich           1:21:30     5.  Gundula Spychalla    1:43:43

6.  Bernhard Theis             1:21:54      6.  Gisela Knautz           1:44:05

7.  Michael Dargel             1:22:05     7.  Beate Hagen              1:45:10

8.  Gernot Göhlich             1:22:52     8.  Sigrun Hehlert           1:45:10

9   Joerg Müller                 1:23:12

10. Wilfried Greffin          1:23:45

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1983

Für das Organisations-Team begann der 2. Hückeswagener Triathlon weit vor dem 26.August. Eine Ausschreibung musste getippt und kopiert werden. Es wurden Plakate gedruckt und bei den Einzelhändlern in Hückeswagen und den Nachbarstätten verteilt. Durch diese werbewirkenden Maßnahmen und die Mund-zu-Mund-Propaganda konnte die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt werden.

Auch die Streckenführung wurde geändert. Der Schwimmstart wurde auf die Steine am Überlauf verlegt. Dadurch konnte der Radwechsel auf den Parkplatz oberhalb des Dammes verlegt werden, wo er bekanntlich ja heute noch ist.

Die Laufstrecke blieb unverändert. Auch der damals obligatorische Helfer beim Umziehen war noch erlaubt. Eine Neuheit war die Auswertung und Erstellung der Ergebnisliste mit Hilfe der Informatik AG der Realschule. So konnte eine Liste präsentiert werden, welche nicht nur die Endzeit sondern auch die Zeiten der einzelnen Disziplinen enthielt.

Bei der Siegerehrung gab es neben der Urkunde auch das erste Finisher-T-Shirt

(wer hat seins noch?).

Nach der Auswertung der Ergebnisse reift im Kopf von Wilfried (Friedel) Greffin der Gedanke, eine Triathlonabteilung zu gründen.

 

Ergebnisse 1983

1.  Frank Weiss               1:21:19     1.  Petra Smigay                  1:44:30

2.  Joerg Müller              1:21:23     2.  Inge Greffin                    1:45:37

3.  Reiner Ottersbach      1:22:31     3.  Charlotte Stahmer          1:47:18

4.  Lars Schröder            1:22:40     4.  Eva Oppermann              1:52:52

5.  Helmut Apfel            1:24:02     5.  Regina Holzapfel            1:54:25

6.  Hans-R. Spychala     1:24:04     6.  Christel Vollmerhausen   1:55:20

7.  Jochen Kannebäcker 1:24:33     7.  Gundula Spychalla          1:56:41

8.  Ingo Rohsbach          1:25:16     8.  Gaby Knapp                    1:57:39

9   Andreas Knecht        1:25:26

10. Stephan Moellney    1:25:48

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1984 

Im April war es so weit. Unter der Leitung von Inge und Friedel Greffin wird die Triathlonabteilung mit 10 Aktiven gegründet. Da es den Triathleten als Sportler noch nicht gab, bestand die Abteilung aus "abtrünnigen" Handballern, Schwimmern, Leichtathleten, Radrennfahrern und Fußballern.

Die Planung für die 3. Veranstaltung verteilte sich schon auf mehrere Schultern. Das waren Gernot Göhlich, Friedel Greffin, Jürgen Dickentmann, Thomas Wandelt (Rad- und Laufstrecke), Eckhard Schwertner, Dieter Bernhagen, und die Informatik AG der Realschule war für die Zeitnahme und Auswertung zuständig.

Die Ausschreibung bietet einige Überraschungen. So gelten zum ersten Mal die Regeln des Deutschen Triathlonverbandes (DTV). So heißt es da zum Beispiel:

"Der Triathlon ist ein Einzelwettbewerb, d.h. der Athlet darf keine Hilfe [...] annehmen. [...] Dies gilt der Chancengleichheit, nicht der Geldbeutel oder Material sollen entscheidend sein. Teamarbeit und Mannschaftsarbeit ist verboten. Beim Schwimmen muss im offenen Gewässer geschwommen werden. Pool ist verboten. Ferner sind Hilfsmittel jeder Art verboten. Nur Schwimmbrille ist erlaubt."

Den Wettkampf am 24. August gewann, vor einigen hundert Zuschauern, zum zweiten Mal Frank Weiß vor Arnd Bader. In der Frauenwertung belegte Gisela Klein-Ellenberger, sie war Olympiateilnehmerin 1972 in München (800m Platz 12), den ersten Platz.

In einer großen Remscheider Zeitung wurde angeregt, darüber nachzudenken wie eine größere Teilnehmerzahl bewältigt werden kann (Das haben wir ja in den nächsten Jahren geschafft). Des weiteren hieß es da, "man sollte sich um Unterstützung in der Umgebung bemühen" (Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens).

 

Ergebnisse 1984

1.  Frank Weiss               1:15:45     1.  G. Klein-Ellenberger     1:28:3x

2.  Arnd Bader                1:16:06     2.  Ellen Quaas                    1:30:1x

3.  Bernhard Theiss        1:18:08      3.  Inge Greffin                   1:31:4x

4.  Jöeg Müller               1:18:45      4.  Charlotte Stahmer          1:37:2x

5.  Frank Weyer             1:19:03      5.  Isolde Hintsches             1:39:5x

6.  Rainer Ottersbach     1:19:29      6.  Silke Gedig                     1:42:51

7.  Jochen Kannebäcker 1:19:52      7.  Friederike Krüger           1:43:09

8.  Peter Bader               1:20:34      8.  Ursula Janke                   1:43:57

9   Sven Riedesel           1:20:36      9.  Gabi Knapp                    1:45:38

10. Norbert Kuhl           1:20:43     10. Karoline Fassbender       1:46:18

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1985 

Die vor einem Jahr gegründete Triathlonabteilung trägt erste Früchte. Frank Weyer wird auf Grund seiner guten Platzierungen in den Nationalkader berufen. Sven Riedesel wird zweiter bei den Westdeutschen Meisterschaften. Im Laufe des Jahres stoßen weitere gute Athleten zum Verein, wie zum Beispiel Frank Weiß, Bernhard Theiß, Katrin Dürhold.

Auch die 4. Triathlon-Veranstaltung lockt wieder 180 Aktive an die Bever. Diese findet erstmalig unter dem Mantel der DTU statt. Die neue Sportordnung empfiehlt das Tragen eines Kopfschutzes. Auf der bewährten Wettkampfstrecke präsentiert sich Frank Weiß in Topform und macht seinen Hattrick perfekt, vor der heranstürmenden Jugend in der Person von Frank Weyer. Bei den Frauen siegt Inge Greffin.

Die stetig steigende Teilnehmerzahl sorgt dafür, dass immer mehr Helfer gebraucht werden. Deren Zahl ist mittlerweile auf über 70 angestiegen.

 

Ergebnisse 1985

1.  Frank Weiss               1:14:11      1. Katrin Dürhold       1:26:4x

2.  Frank Weyer              1:16:01      2. Inge Greffin            1:31:55

3.  Arnd Bader                1:17:47       3.  Marion Bösel        1:33:33

4.  Peter Stelau                1:19:07      4.  Charlotte Stahmer  1:38:51

5.  Jürgen Felten             1:19:58       5.  Isolde Hintsches    1:39:36

6.  Waldemar Dznik       1:20:09       6.  Silivia Fänger        1:50:1x

7.  Axel Himmelbach     1:20:54       7. Ulrike Gruhn          1:52:xx

8.  Ralf Langenbach       1:21:19       8.  Jutta Weber            1:54:xx

9   Thomas Kremer        1:21:41     

10. Peter Berg                1:22:01    

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1986 

Ein kleines Jubiläum steht vor der Haustür. Der 5. Triathlon ist für den 18. Juli ausgeschrieben. Die Zahnräder des Getriebes der Organisation greifen wieder ineinander. Doch leider gab es diesmal eine Lücke in einem Zahnrad. "Wir sind mit einer Schramme weggekommen" (Gernot Göhlich). Weil ein Streckenposten zu spät auf seinem Posten war, liefen die beiden Führenden in eine falsche Richtung und einen Umweg. So überquerte Frank Weyer als erster die Ziellinie. Da er das Missgeschick der beiden mitbekommen hatte, wollte er nicht als Sieger geehrt werden. Das Schiedsgericht unter der Leitung von Franz Frielingsdorf tagte und erklärte Bernhard Theiß zum Sieger und setzte Frank Weiß auf Platz 2 vor Frank Weyer.

Bei den Frauen macht Katrin Dürhold durch den Sieg zum ersten Mal auf sich aufmerksam und ließ ihr großes Potential durchblicken.

Die Triathlon-Abteilung hat ihren ersten großen Verlust zu verkraften, da Sven Riedesel zu Nonstop Köln wechselt. Trotz allem wächst die Abteilung auf über 50 Mitglieder an.

Im Oktober finisht Bernhard Theiß beim Ironman auf Hawaii (da konnte man sich dort noch so anmelden).

 

Ergebnisse 1986

1. Bernhard Theiß             1:15:21      1.  Katrin Dürhold              1:23:05

2. Frank Weiss                  1:15:52      2.  Kristin Krehl                  1:24:31

3. Frank Weyer                 1:16:15      3.  Inge Greffin                   1:33:57

4. Arnd Bader                   1:18:05      4.  Ellen Mühlenbrock        1:39:12

5. Ludger Klein                1:18:13      5.  Nicole Mühlinghaus       1:40:02

6.  Günter Fromme           1:18:17      6.  Regina Holzapfel            1:40:33

7.  Peter Strelau                1:18:28      7.  Charlotte Stahmer           1:41:49

8.  Achim Rasser              1:19:21      8. Christel Porst                   1:44:25

9.  Jörg Müller                  1:19:45      9.  Biggi Voss-Dollbaum     1:44:48

10. Peter Treichel             1:20:10     10. Gertrud Wegerhoff         1:46:03

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........wird fortgesetzt!!!!

 

Zusammengetragen von Dirk Warmbier

Anregungen, Tips, Verbesserungen (wir lernen noch) an warmbier@gmx.de