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Swisspower Gigathlon

08.07. –14.07.2002

von Dietmar Grimoni

Sieben Tage lang jeden Tag Schwimmen / Radfahren / Laufen / Mountainbiken und Inlineskaten mit Distanzen, die mit einem Ultratriathlon vergleichbar sind.

Hört sich gewaltig an, und wurde vom Veranstalter als sportliche Rundreise um die Schweiz beschrieben.

Es gab tatsächlich 6 Frauen und157 Männer, die die gesamte Woche in Angriff genommen haben. Entgegen aller Wetten haben es von denen immerhin 3 Frauen und 62 Männer geschafft, in Biel ins Ziel zu kommen.

Wir hatten uns entschlossen, als eins von 384 5er Teams zu starten. Die anderen vier waren Kollegen/-innen von mir aus dem Bereich Köln / Bonn. In jedem Team mussten mindestens 2 Frauen sein. Jeder Athlet absolvierte pro Tag eine Teildisziplin, die frei wählbar war.

Neben diesen Kategorien starteten noch 185 Powerteams mit 6 – 35 Athleten, die dann zum Teil nur einen Streckenabschnitt in der Woche absolviert haben.

Dazu kamen noch Einzelstarter an den einzelnen Tagen und 5er Teams, die nur an einem Tag gestartet sind.

Insgesamt waren ständig ca. 800 Wettkämpfer unterwegs.

In den Etappenorten wurden jeden Tag Camps aufgebaut, in denen in vom Veranstalter gestellten Zelten übernachtet wurde. Hier gab es auch Verpflegungs-, Massage-, Duschzelte.

Die gesamte Organisation funktionierte trotz des gigantischen Ausmaßes der Veranstaltung hervorragend.

Nun zu unserem Wettkampfverlauf.

 

Wir waren nicht mit dem Anspruch angetreten, eine bestmögliche Plazierung zu erreichen, sondern jeder wollte in allen Disziplinen starten. Größtes Handicap war, dass keiner von uns Anfang des Jahres Erfahrungen mit Inlineskaten hatte. So ging ich mit gehörigem Respekt an den 1. Tag.

„Nur" 19 Kilometer Inlineskaten. Aber 450 Höhenmeter hoch und zwei ordentliche Bergabpassagen. Die Vorbereitung reichte zum Glück, um ordentlich über die Runden zu kommen.

Durch einen Defekt unserer Rennradfahrerin haben wir fast eine Stunde verloren und sind nach dem 1. Tag auf Platz 327.

2. Tag – Für mich 138 Kilometer Rennrad mit einem Paß und 1000 Höhenmetern am Stück

Gut gefahren – mit leichten Rückenproblemen – immer knapp am Gewitter vorbei. Inlineskater und Läuferin hatten weniger Glück. Sie sind durchweg im Regen gelaufen.

Wir arbeiten uns langsam nach vorn. Platz 255 nach dem 2. Tag.

3. Tag – Hundemüde und als letzter 22 Kilometer Laufen. Flach und schnell. Ging erstaunlich gut. Im Ziel leider keiner von unserem Team zu sehen. Die standen im Stau vor Locarno. Gegen 21.30 Uhr endlich was zu essen.

Dafür morgens um 06.00 Uhr Start zu 3,5 Kilometer Schwimmen am 4. Tag. Königsetappe für unseren Neurennradfahrer über San Bernardino und Splügenpaß mit 124 Kilometern. Hat sich achtbar geschlagen.

5. Tag - Massenstart MTB auf dem Flugplatz Samedan. Leider hat's unseren Biker auf der Abfahrt vom Scalettapaß zerbröselt. Zum Glück keine ernsten Verletzungen. Prellungen und eine Platzwunde am Knie. Der Zeitverlust hielt sich in Grenzen. Auf ihn wartete die Schwimmerin am Davoser See. 14° Celsius Wassertemperatur – Verkürzung der Schwimmstrecke auf 500 Meter. Dann ging's für mich aufs Rennrad mit 143 Kilometern.

6. Tag – Für mich gab's 62 Kilometer MTB, schöne Strecke im Bereich Zürich. Ohne richtige Berge, aber immerhin gut 1000 Höhenmeter. Wettkampfunterbrechung vor der letzten Disziplin –36 Kilometer Inlineskaten von Zug nach Luzern. Massenstart um 18.30 Uhr, wegen der erforderlichen Straßensperrungen war es nicht anders möglich.

7. Tag – Ich freute mich auf meine 2. Schwimmetappe. Ausgeschrieben mit 3 Kilometern wunderte ich mich, dass nach 40 Minuten schon alles vorbei war. War wohl ein bisschen zu kurz.

In der Endplazierung bei den 7-Days Teams of Five immerhin auf Platz 180 vorgearbeitet.

Ende einer doch vor allem organisatorisch recht stressigen aber erlebnisreichen Woche.

 

Bilder / Ergebnisse etc. unter www.gigathlon.ch